Selbstversorgung und weitgehende Autarkie galt als eines der Grundsätze römischen Landbaus. So stand neben der Produktion verkaufsfähiger Erzeugnisse im Mittelpunkt des wirtschaftlichen Betriebes.
Neben Getreide und Wein wurde auch Flachs zur Herstellung von Stoffen angebaut:
Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte, aber auch vielerlei Kräuter, Heilpflanzen und Pflanzen zum Färben von Stoffen. Im Landgut finden sich mehrere Gärten, in denen die damals genutzten Pflanzen zu finden sind.
Getreide war als Grundnahrungsmittel ein wesentlicher Teil der Produktion.Für die tägliche Nahrung für die Menschen und das Vieh, zum Verkauf, aber auch alsGrundlage für die Bierproduktion wurden unterschiedlichste Getreidearten angebaut. Buchs war beliebt zur Einfassung der Krätergärten. auch die Kultivierung dieser heute noch beliebten Pflanze kann den Römern zugeschrieben werden. | |
| | Pflanzen, die Farbstoffe für Stoffe und Kleider lieferten, Gewürze, Kräuter zur Linderung von Schmerzen und zur Heilung, Pflanzen für kosmetische Rezepturen, Flachs zur Herstellung von Stoffen: Die Liste derangebauten Pflanzen im römischen Landgut ist sehr umfangreich. Dazu richtete sich die Größe des Anbaus sowohl am eigenen Bedarf wie an der Möglichkeit, Erzeugnisse, die am Standort besonders ertragreich wuchsen, auch verkaufen zu können. |
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Rosen waren im Landgut nicht nur Zier, sondern auch Nutzpflanzen. Die Hagebutten wurden in der Medizin und in der Kosmetik verwendet, auch die Blüten fanden in der Küche Verwendung und die Dornen hielten ungebetene Besucher fern. |
Weinanbau war in jedem römischen Landgut üblich. Der Wein wurde als verhältnismmäßig haltbares Nahrungsmittel getrunken, diente jedoch auch zur Herstellung von Essig, der in der Küche, als Konservierungs- und als Reinigungsmittel vielfältige Anwendung fand.
Kastanienbäume wurden nicht nur im Wald, sondern auch in der Nähe der Landgüter gepflanzt und landwirtschaftlich genutzt: Die wohlschmeckenden Früchte für die Küche waren dabei nur eine wilkommene Ergänzung.
Wichtig war das witterungsbeständigung Kastanienholz bei der Anlage und Pflege der Weinberge als Stütz- und Rankholz für die Weinreben verwendet. Es wurden daraus auch Behältern und Fässern hergestellt. Deshalb brachten die Römer mit dem Wein auch Kastanienbäume in die Provinzen. Dank des milden Klimas gediehen die Kastanien nördlich der Alpen in der Pfalz besonders gut - bis heute.