Rekonstruktion

Die Villa rustica Wachenheim war das erste in der Pfalz entdeckte römische Landgut in derart aufwendiger Steinbauweise, wie sie heute noch erkennbar ist. Die archäologischen Grabungen ergaben, dass seine Anfänge auf das Jahr 20 n. Chr. zurückgeht. Der steinerne Ausbau erfolgte im 3. Jahrhun­dert. Anfang des 5. Jahrhunderts wurden die Gebäude durch einen Brand teilweise zerstört, ihre Reste dennoch bis weit ins 5. Jahrhundert weiter genutzt.

 

Besondere Merkmale des Freilichtmuseums sind:

 

  • ein sehr weiträumiges, teilweise doppelstöckig gebautes Herrenhaus mit repräsentativer Empfangshalle, Wohnfläche etwa 2150 m²
  • zwei großzügig angelegte Badeanlagen, jeweils für Herrschaft und Gesinde,          beide mit einer Hypokaustanlage, der römischen Fußbodenheizung, gebaut
  • fast vollständig erhaltener Keller mithraeum mit Nischen
  • zwei Grabmale direkt auf dem Gutsgelände, teilweise erhalten
  • Sarkophage und Steinkisten vom südlich des Guts gelegenen Gräberfeld

Alle Gebäudeteile und Fundstücke, die Gartenanlagen mit Küchen- und Heilkräutern, alten Getreidesorten, Gemüsesorten und Färbepflanzen sind ausführlich und selbsterklärend beschildert. Weitere Tafeln erklären allgemeine Themen wie Gebäudeformen, Verteilung römischer Landgüter und Bauernhöfe und den  "Römer-Rundweg". Konzipiert und ausgeführt wurde die Beschilderung von Prof. Dr. Helmut Bernhard vom Landesamt für Archäologische Denkmalpflege Speyer.