Villa rustica Wachenheim
Römisches Landleben in der Pfalz
Herzlich willkommen in der römischen Antike!
Eine "villa rustica" ist die Bezeichnung für ein römisches Landgut. Die Villa rustica Wachenheim wurde 1980 bei der Flurbereinigung entdeckt und in der Folgezeit durch die Archäologische Denkmalpflege Speyer nahezu vollständig ausgegraben und die Gebäudereste restauriert.
Besuchen Sie das Freilichtmuseum. Es liegt direkt an der B 271 zwischen den Ausfahrten von Wachenheim und Bad Dürkheim Süd. Bei der Villa rustica finden Sie beiderseits der B271 jeweils einen Parkplatz. Vom östliche Parkplatz ist das Gelände über eine Brücke zu erreichen. Das Ausgrabungsgelände ist ganzjährig immer zugänglich.


Als „villa rustica“ wird ein römisches Landgut bezeichnet. Die Villa rustica Wachenheim wurde 1980 bei der Flurbereinigung zwischen Wachenheim und Friedelsheim entdeckt. Unter der Leitung von Helmut Bernhard von der Archäologischen Denkmalpflege Speyer wurde die Villa rustica Wachenheim mit ihren Nebengebäuden nahezu vollständig ausgegraben und die Grundmauern gesichert sowie teilweise rekonstruiert. Es entstand ein Freilichtmuseum von 15000 m2.Das zum römischen Gutshof gehörige Gräberfeld wurde 1997 an der Straße Wachenheim-Friedelsheim 500 m südlich des Landgutes entdeckt. Gefunden wurden Steinsarkophage, Steinkisten, Ziegelplattengräber usw. teilweise mit wertvollen Grabbeigaben, z. B. ein sehr schöner Glaspokal, ein Militärgürtel, das „Wachenheimer Urschoppenglas“ (ein so genannter Sturzbecher) usw. Die Grabbeigaben können im historischen Museum in Speyer besichtigt werden.Die Villa rustica Wachenheim war das erste große römische Landgut mit einer derart aufwendigen Steinbauweise, das in der Pfalz gefunden wurde. Die archäologischen Grabungen ergaben, dass die Anfänge des Landgutes auf 20 n.Chr. zurückgehen. Der steinerne Ausbau erfolgte im 3. Jahrhundert. Anfang des 5. Jahrhunderts wurden die Gebäude durch einen Brand teilweise zerstört. Die Reste wurden bis weit ins 5. Jahrhundert weiter genutzt. Besondere Merkmale des Freilichtmuseums sind:- Ausführliche, selbsterklärende Beschilderung der Anlage von Helmut Bernhard
- Sehr großes, teilweise
doppelstöckiges Herrenhaus mit einer Wohnfläche von etwa 2150 m2 mit repräsentativer Empfangshalle
- Zwei großzügige Badeanlagen (Bad für Herrschaft und Gesinde) beide mit
Hypokaustanlage (römische Fußbodenheizung)
- Reste von zwei Grabmalen vom Ausgrabungsgelände
- Fast vollständig erhaltener Keller mit Nischen (Mithraeum?), Sarkophage und Steinkisten vom Gräberfeld des Landgutes
- Zwei großzügige Badeanlagen (Bad für Herrschaft und Gesinde) beide mit
Hypokaustanlage (römische Fußbodenheizung)
- Reste von zwei Grabmalen vom Ausgrabungsgelände
- Fast vollständig erhaltener Keller mit Nischen (Mithraeum?), Sarkophage und Steinkisten vom Gräberfeld des Landgutes